Getreidelexikon

Getreide gehört botanisch zu den Gräsern.
Getreide verwendet man zum Backen, für Nudelteig und zur Herstellung von Cerealien; die ganzen Körner können als Getreidebeilagen oder gekeimt zum Rohessen verwendet werden.


Das Getreidekorn besteht aus Schale (Kleie), Mehlkörper und Keim.
Die Kleie ist ballaststoff- und mineralstoffreich.
Der Mehlkörper besteht vorallem aus Stärke, enthält aber auch Eiweiße.
Der Keim besitzt einen hohen Fettanteil, daher kann man aus ihm Öl gewinnen.


Aussehen:
Die Ähren des Weizens haben kurze Grannen. Die Körner sind rötlich, dick und kurz. Die Haut, des Weizenkorns ist hart und fest. Aus der großen, gelblichen Mitte des Korns wird das Mehl gewonnen.


Die Ansprüche des Weizen an Klima, Boden und Wasserversorgung sind hoch.
Man unterscheidet grundsätzlich in Weich- und Hartweizen.
Hartweizen wird zu Grieß und Teigwaren verarbeitet.
Der wichtigster Verwendungszweck von Weichweizen ist die Herstellung von Brotmehlen.



Aussehen:
Die Körner vom Roggen sind länglich- grau. Roggen kann leicht mit Gerste verwechselt werden, da er auch Grannen hat. Diese sind aber nicht so lang wie bei denen von Gerste


Roggen ist pflegeleicht und ohne besondere Ansprüche an Boden oder Wetter, ist an kühle und trockene Klimate besser angepasst als Weizen.
Roggenmehl hält die Feuchtigkeit länger als Weizenmehl. Man mischt es deshalb mit anderen Brotgetreiden und backt daraus haltbare Sauerteigbrote, Schwarzbrot und Pumpernickel.
Aus Roggen wird auch Kornbranntwein gebrannt, er ist Kaffee-Ersatz (Malzkaffee) und wertvolles Mastviehfutter.



Aussehen:
Die Pflanze wird fast 1,50 m hoch auf der langen, lockeren zur 2 zeiligen Ähre ist der Dinkel auf dem Feld leicht zu erkennen. Zur Ernte erkennt man den Dinkel auch an seiner rotbraunen Pflanzenfärbung.

Die Urform des Weizens ist der Dinkel. Das robuste und anspruchslose Getreide verträgt raues Klima und ist resistent gegen Krankheiten. Das "Schwabenkorn" bleibt ertragsmäßig hinter dem Weizen, wird heute aber wieder verstärkt angebaut.
Die Verarbeitung von Dinkel ist aufwendig. Das Dinkelkorn ist mit dem Spelzen fest verwachsen und muss auf dem Gerbgang entspelzt werden.
Dinkelprodukte werden gern als Alternative bei Weizenunverträglichkeit genommen. Dinkel ist jedoch nicht glutenfrei.



Aussehen:
Die Ähre der Gerste hat lange Grannen. Wenn man darüber mit den Fingern entlang fährt, fühlt sich das ganz rauh wie Sandpapier an. Die Körner sind dick und spitz. Außerdem neigen sich die Ähren im reifen Zustand gen Boden.


Die Gerste gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Sie stellt nicht so hohe Ansprüche an Boden und Klima wie der Weizen.
Gerste wird überwiegend als Tierfutter genutzt.
So genannte Brauergerste wird für die Herstellung von Whisky, Gin, Korn und Bier eingesetzt. Die Stärke im Gerstenkorn wird zu Malz umgewandelt, einer wichtigen Grundlage der Bierbrauerei.
Die Körner werden geschält und poliert als Graupen für Breie und Suppen verwendet oder zu Malzkaffee verarbeitet.



Aussehen:
Hafer erkennt man auf einem Feld sehr leicht, denn die Körner wachsen im Gegensatz zu Weizen, Roggen und Gerste nicht an einer Ähre sondern an einer Rispe


Hafer hat geringe Ansprüche an den Boden, braucht aber ausreichend Niederschläge.
Er ist gesund und leicht verdaulich und wird für Getreidezubereitungen wie Haferflocken und Müsli genutzt.
Der Großteil der Haferproduktion wird aber als Tierfutter genutzt.



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